Basketball-Wetten 2026 in Österreich – was sie wirklich kosten
Inhaltsverzeichnis
Wer in Österreich auf Basketball wetten will, zahlt mehr, als die Werbung verspricht. Hinter jeder Quote steht eine Marge des Buchmachers, seit dem 1. April 2025 sitzt auf jedem Wetteinsatz eine Wettgebühr von 5 Prozent, und die meisten seriösen Limits gelten nur bei Anbietern mit heimischer Bewilligung. Im Folgenden erfahren Sie, was eine Basketball-Wette in Österreich tatsächlich kostet, welche Wetten welchen Risikofaktor mitbringen und welche zehn Wettanbieter für Basketball in Frage kommen.
Stand: 31 Oktober 2026 – geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Anbieter und das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020).
Verantwortungsvolles Wetten – wenn das Spiel zur Kostenfalle wird
Basketball ist eine schnelle Sportart. Vier Viertel, ständige Führungswechsel, viele Ballbesitze in kurzer Zeit – genau diese Dynamik macht das Spiel für Live-Wetten attraktiv. Genau diese Dynamik macht es aber auch gefährlich, denn Wettfreunde, die auf eine Partie tippen, sehen nach wenigen Minuten scheinbar klare Bilder: ein Rückstand, eine heiße Phase, eine Serie von Dreiern. Aus diesem Bauchgefühl heraus wird weitergesetzt.

Das bleibt nicht ohne Folgen. Drei Punkte, die jeder Wettkunde kennen sollte, bevor er einen Wettschein abgibt:
Einsatzgrenzen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Disziplin. Anbieter mit österreichischer Bewilligung bieten feste Limits, die unabhängig vom Spielverlauf greifen. Wer diese Limits im Profil setzt, hat eine Bremse eingebaut, die nicht erst dann reagiert, wenn das Konto leer ist. Im Abschnitt zu den Operatoren werden die konkreten Limits einzelner Anbieter genannt, etwa das Wochen- und Monatslimit bei einem niederösterreichischen Anbieter.
Spielpausen wirken erst dann, wenn sie auch angesetzt sind. tipp3 kennt eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten – das Guthaben bleibt auf dem Konto, der Zugang wird gesperrt. Wer sechs Monate lang nicht wetten will, soll das auch ohne Verlust des Restguthabens entscheiden können. Eine Selbstsperre geht noch weiter: ein bis drei Jahre, mit Auszahlung des Restguthabens auf das verknüpfte Bankkonto. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar.
Hilfe holen ist keine Schande. Wer merkt, dass Wetten nicht mehr Unterhaltung ist, sondern Druck, kann sich an playsponsible.at wenden. Die Plattform ist die österreichische Anlaufstelle für Spielerschutz und funktioniert unabhängig vom gebuchten Anbieter.
Das gilt umso mehr, weil bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung das österreichische Selbstsperresystem nicht greift. Eine Selbstsperre bei einem ausländischen Anbieter sperrt das Konto nur dort; ein anderer Anbieter bleibt erreichbar. Wer sich selbst sperren will, muss das bei jedem Anbieter einzeln machen – und wer bei einem Anbieter ohne heimische Bewilligung spielt, hat keine österreichische Stelle, die das überprüft.
Der entscheidende Punkt: Wer ein festes Wochen- oder Monatslimit setzt und in seinem Profil hinterlegt, gibt den eigenen Impulsen einen Rahmen. Ohne dieses Limit entscheidet jede einzelne Live-Wette neu – und genau darin liegt das Risiko bei einer Sportart wie Basketball, in der binnen Sekunden zwischen Traum und Trugbild gewechselt wird.
Vorhersagen und Strategien – warum Prognosen Schätzungen bleiben
Wer „Basketball Wetten Tipps heute“ googelt, sucht eine Sicherheit, die es nicht gibt. Eine Prognose ist und bleibt eine fundierte Schätzung, weil sie auf Form, Rotation, Verletzungen und Tempo eines Teams aufbaut – und alle vier Faktoren können sich binnen Stunden ändern. Eine Mannschaft, die gestern noch fest in der Starting Five stand, kann heute krank ausfallen; ein Team, das zuletzt vier Spiele in Serie gewann, kann morgen drei seiner besten Spieler im Krankenhaus haben.
Vier Bausteine machen eine seriöse Vorschau aus, keiner davon ist ein Geheimnis:
Form und Verletzungen. Die letzten fünf bis zehn Spiele zeigen die aktuelle Verfassung, aber sie zeigen sie im Kontext der Gegner. Eine Siegesserie gegen schwache Teams wiegt weniger als ein knapper Auswärtssieg bei einem Topteam. Verletzungen wirken sich unterschiedlich stark aus – fällt der Point Guard aus, bricht meist das gesamte Aufbauspiel weg; fällt ein Bankspieler aus, ist es eine Randnotiz.
Spielplan und Rotation. Im NBA-Spielplan gibt es Back-to-Backs, Spieler ruhen, andere spielen vermehrt. In der österreichischen Bundesliga, der EuroLeague oder beim EM-Turnier ist die Rotation kürzer, die Pausen dichter. Wer auf die Rotation achtet, sieht früher, wer müde sein könnte.
Tempo und Punkte. Basketball ist eine Sportart mit vielen Ballbesitzen und damit vielen Punkten. Das bedeutet: Über/Unter-Wetten (mehr oder weniger als eine bestimmte Punktezahl) haben bei Basketball eine breitere Datenbasis als etwa bei Fußball. Die Quote für ein bestimmtes Punkte-Limit hängt aber auch davon ab, wie die Buchmacher den Markt einschätzen.
Heimvorteil und Reisen. In der NBA bringt das Heimteam im Schnitt einige Punkte Vorsprung, weil die Halle laut ist und die Reise den Gästen in den Knochen sitzt. In der EuroLeague oder FIBA-Wettbewerben ist der Effekt kleiner, aber vorhanden. Wer seine Daten kennt, sieht den Effekt vor der Quote.
Und genau hier liegt der zweite, oft übersehene Punkt: jede Quote enthält die Marge des Buchmachers. Zwei Quoten auf dasselbe Ereignis unterscheiden sich nicht nur, weil die Buchmacher das Spiel anders einschätzen, sondern auch, weil sie unterschiedlich viel auf die Marge aufschlagen. Ein Buchmacher mit 5 Prozent Marge und ein anderer mit 8 Prozent Marge zeigen beide eine Quote von 1,91 auf den Favoriten – das eine Mal steckt mehr Auszahlung drin als das andere. Wer Wetten vergleicht, vergleicht darum nicht nur die Tipps, sondern auch die Marge.
Eine Strategie ist im Kern eine Frage der Disziplin: ein festes Budget pro Spieltag, eine vorab definierte Anzahl an Wetten, eine maximale Anzahl an Kombiwetten-Linien. Wer ohne diese Leitplanken spielt, ersetzt Strategie durch Bauchgefühl – und genau das wird bei einer Sportart mit schnellen Spielverläufen zum Problem, wie der vorherige Abschnitt zeigt.
Wettarten und Quoten – Handicap, Über/Unter und was sie auszahlen
Basketball bietet mehr Märkte als die meisten anderen Sportarten. Das liegt an der Taktung: vier Viertel, viele Ballbesitze, viele Punkte, klare Unterteilungen in Viertel- oder Halbzeitenwerte. Wer die Hauptmärkte versteht, liest jede Buchmacher-Plattform schneller.
Die Siegwette – der einfachste Markt
Eine Siegwette tippt auf einen von zwei möglichen Ausgängen: Heimsieg oder Auswärtssieg. Da Basketball keine Unentschieden kennt – Gleichstand nach dem vierten Viertel wird durch Verlängerung gelöst –, gibt es nur zwei Ausgänge. Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote: Wer 10 € auf Quote 1,80 setzt, erhält 18 € zurück, der Nettogewinn liegt bei 8 €. Die Quote wird vom Buchmacher festgesetzt und enthält dessen Marge.
Handicap – die Quote verändern, das Risiko verschieben
Ein Handicap gleicht einen Favoriten künstlich ab. Beispiel: Team A bekommt –6,5 Punkte, also werden ihm am Wettschein 6,5 Punkte dazugerechnet. Gewinnt A tatsächlich mit 105 zu 100, so wird die Wette mit 105 + 6,5 = 111,5 zu 100 gewertet, und die Wette ist gewonnen. Verliert A nur knapp mit 100 zu 105, zählt das Handicap und rettet die Wette. Verliert A deutlich, ist die Handicap-Wette ebenfalls verloren.
Die Auszahlung bleibt Einsatz mal Quote, aber die Quote ist bei Handicap-Wetten in der Regel höher, weil der Buchmacher die künstlich geschaffene Ausgeglichenheit einpreist. Wer ein Handicap setzt, akzeptiert ein bewusst verzerrtes Bild zugunsten eines höheren Gewinns.
In der europäischen Schreibweise wird das Handicap als Dezimalwert angegeben, oft mit Dezimalstelle wie –6,5 oder +12,5. Ganove Zahlen wie –6,0 oder –12,0 sind möglich, sie schließen einen_push aus – ein Push bedeutet, dass das Handicap exakt aufgeht, und die Wette wird mit Einsatz erstattet. Wer das nicht will, spielt die Halbwerte.
Über/Unter – die häufigste Basketball-Wette
Bei Über/Unter wird auf die Gesamtpunktzahl beider Mannschaften gewettet. Beispiel: Über 210,5 Punkte zur Quote 1,90 – gewettet wird, dass am Ende des Spiels mehr als 210,5 Punkte erzielt wurden. Das dritte Viertel einer NBA-Partie allein erreicht diese Marke oft.
Und hier kommt ein Detail, das viele übersehen: Verlängerung zählt mit. Nach den FIBA-Regeln folgt bei Gleichstand nach dem vierten Viertel eine Verlängerung von fünf Minuten, die so lange wiederholt wird, bis ein Sieger feststeht. Die während der Verlängerung erzielten Punkte zählen zur Gesamtpunktzahl der Partie – und genau das macht Über/Unter-Wetten im Basketball zu einem Markt, der sich mitten im Spiel noch drehen kann. Wer seine Wette nach dem Ende der regulären Spielzeit bereits abgeschlossen glaubt, hat die Rechnung ohne die Verlängerung gemacht.
Kombiwetten und Systemwetten – höhere Quote, höheres Risiko
Eine Kombiwette kombiniert mehrere Einzelwetten zu einem Tipp. Die Quoten multiplizieren sich, was die Auszahlung erhöht – aber auch das Risiko. Verliert auch nur eine der Einzelwetten, ist die gesamte Kombiwette verloren. Wer zwei Wetten mit Quote 1,90 kombiniert, spielt effektiv auf eine kombinierte Quote von 3,61, aber auf zwei Ereignisse, die beide eintreten müssen.
Eine Systemwette bricht die Kombiwette in mehrere Teile auf. Wer drei Wetten zu einer Systemwette 2 aus 3 zusammenfasst, gewinnt bereits, wenn zwei der drei Wetten eintreffen – mit geringerem Gewinn als die volle Kombiwette, aber mit einem Sicherheitsnetz. Die Auszahlung hängt davon ab, wie viele Linien getroffen wurden.
Cash Out – den Gewinn mitnehmen, bevor alles steht
Cash Out ist kein Markt im engeren Sinne, sondern eine Funktion: Der Buchmacher kauft dem Wettkunden den Wettschein vor dem Ende des Spiels ab. Ist die Wette auf dem Weg zum Gewinn, bietet der Buchmacher einen Betrag an, der unter dem theoretischen Vollgewinn liegt – als Ausgleich für die vorzeitige Sicherheit. Steht die Wette schlecht, kann Cash Out den Restverlust begrenzen. Einige Anbieter bieten Teil-Cash-Out an, bei dem nur ein Teil des Wettscheins verkauft wird und der Rest offen bleibt.
Was Cash Out kostet, ist nicht offensichtlich. Der angebotene Preis enthält die Marge des Buchmachers, oft mehr als im normalen Markt. Wer bei jeder kleinen Schwankung Cash Out drückt, gibt Stück für Stück von seinem möglichen Gewinn ab. Cash Out ist ein Werkzeug, kein Reflex.
Sportarten und Wettbewerbe – wo Basketball-Wetten angeboten werden
Basketball ist eine globale Sportart mit einem dichten Wettbewerbskalender. Wer in Österreich auf Basketball wetten will, findet das ganze Jahr über Partien – das Angebot wechselt je nach Saisonphase.
NBA – die umsatzstärkste Liga
Die NBA gilt als umsatzstärkste Basketballliga der Welt. Sie spielt von Oktober bis Juni, mit den Play-offs im Frühjahr und den Finals im Juni. Die Spielzeit pro Viertel beträgt 12 Minuten, also 48 Minuten reguläre Spielzeit – länger als in FIBA-Wettbewerben mit 40 Minuten. Die Drei-Punkte-Linie liegt in der NBA bei 7,24 Metern vom Korbmittelpunkt, weiter als bei FIBA mit 6,75 Metern seit der Saison 2010/11. Beide Regeldetails verändern die Punktverteilung und damit auch die Setzlatte für Über/Unter-Wetten.
Die meisten österreichischen Buchmacher bieten NBA-Wetten mit umfangreichem Wettprogramm an: Siegwetten, Handicaps in mehreren Schritten, Über/Unter-Linien, Spieler-Specials, Viertel- und Halbzeitwerte. Live-Wetten auf NBA-Partien sind bei fast allen Anbietern mit eigener Statistik-Sektion verfügbar.
FIBA-Wettbewerbe und Nationalteams
Die Basketball-Weltmeisterschaft wird von der FIBA ausgerichtet, dem Weltverband, der 1932 in Genf von acht Nationalverbänden gegründet wurde. Sie findet alle vier Jahre statt. Daneben gibt es die FIBA EuroBasket, die europäische Meisterschaft, sowie olympische Basketballturniere, die für Männer seit 1936 und für Frauen seit 1976 ausgetragen werden. Die Qualifikationsphasen erstrecken sich über Jahre und bieten zahlreiche Wettmöglichkeiten, wenn auch mit geringerer medialer Aufmerksamkeit.
EuroLeague und nationale Ligen
Die EuroLeague ist der wichtigste europäische Vereinswettbewerb. Teams aus Spanien, Griechenland, der Türkei, Israel, Deutschland, Italien und Frankreich spielen um den Titel. Die österreichische Basketball-Bundesliga gehört zwar nicht zu den ganz großen Ligen Europas, hat aber ihre eigene Anhängerschaft und wird von österreichischen Buchmachern abgedeckt.
Tipico ist seit der Saison 2014/15 Sponsor der österreichischen Bundesliga und förderndes Mitglied des Österreichischen Sportwettenverbands. Das macht die Liga nicht automatisch zu einem Wetten-Hit, zeigt aber, dass die Bundesliga durchaus mediale Aufmerksamkeit bekommt.
College-Basketball und ergänzende Ligen
Für Wettfreunde, die mehr Tiefe suchen, gibt es College-Basketball in den USA (March Madness), die G-League als Entwicklungsliga der NBA und weitere Profiligen in Asien und Lateinamerika. Das Angebot hängt vom einzelnen Buchmacher ab, manche Anbieter listen 30 oder mehr Basketball-Ligen in ihrem Wettprogramm.
Anbieter im Vergleich – was Basketball-Wetten in Österreich kosten
Bevor die einzelnen Anbieter besprochen werden, zeigt die Tabelle den Überblick: Welcher Anbieter hat eine österreichische Bewilligung, wer ist ohne heimische Erlaubnis, und welche Lizenz nennt der Anbieter selbst? Diese Einordnung ist die Grundlage jeder weiteren Bewertung. Denn ein Anbieter mit Bewilligung unterliegt dem Landrecht, ein Anbieter ohne tut es in den meisten Fällen nicht – mit allen Folgen für Limits, Schutzregeln und Beschwerdewege.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Vom Anbieter genannte Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung gemäß NÖ Wettgesetz (Bescheid vom 10.12.2020) | Österreichische Bewilligung |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung gemäß NÖ Wettgesetz | Österreichische Bewilligung |
| Merkur Bets | Bewilligung laut Anbieter | Österreichische Bewilligung |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Österreichische Bewilligung |
| Starsportwetten | Bewilligung laut Anbieter | Österreichische Bewilligung |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung gemäß Oö. Wettgesetz | Österreichische Bewilligung |
| BankOnBet | Ohne österreichische Bewilligung | Lizenzstatus vom Anbieter nicht eindeutig benannt |
| Jack | Ohne österreichische Bewilligung | Curaçao Gaming Authority |
| N1 Bet | Ohne österreichische Bewilligung | Curaçao (Anbieter nennt Lizenz) |
| IviBet | Ohne österreichische Bewilligung | Lizenzstatus vom Anbieter nicht eindeutig benannt |
Die Spalte zur Bewilligung spiegelt die Angaben der Anbieter und der zuständigen Landesbehörden wider. Bei Anbietern ohne erkennbare heimische Bewilligung bedeutet das nicht automatisch ein Verbot – die Rechtslage bei ausländischen Buchmachern ist in Österreich nicht einheitlich geregelt und wird im Abschnitt „Rechtslage – Bewilligung, Wettgebühr und der Flickenteppich der Länder“ behandelt.
Wer Basketball-Wetten in Österreich sucht, sollte diese Tabelle als Filter benutzen: Wer Wert auf österreichische Limits und den heimischen Spielerschutz legt, bleibt in der oberen Hälfte. Wer ausländische Anbieter nutzt, verzichtet auf den österreichischen Rahmen und muss sich an die Regeln des jeweiligen Anbieters halten.
Überblick – was Basketball-Wetten von anderen Sportarten unterscheidet
Basketball unterscheidet sich von Fußball, Tennis oder Eishockey in drei Punkten, die für Wettmärkte entscheidend sind: Taktung, Punkteverteilung und Foulstruktur.
Die Spielzeit ist kurz. Bei FIBA-Wettbewerben 40 Minuten, in der NBA 48 Minuten, dazu Verlängerungen von jeweils fünf Minuten. Das bedeutet viele Ballbesitze, viele Punkte und damit eine breite statistische Grundlage für Wettmärkte. Über/Unter-Wetten auf die Gesamtpunktzahl sind im Basketball der Standard, während sie im Fußball eine Nische sind.
Die Punkte fallen in Schritten von eins, zwei oder drei. Ein Freiwurf bringt einen Punkt, ein Treffer innerhalb der Drei-Punkte-Linie zwei Punkte, ein Treffer von jenseits der Drei-Punkte-Linie drei Punkte. Der Korb hängt 3,05 Meter hoch, die Drei-Punkte-Linie liegt je nach Liga bei 6,75 Metern (FIBA) oder 7,24 Metern (NBA). Diese festen Werte erlauben präzise Über/Unter-Linien, etwa „Über 211,5 Gesamtpunkte“ mit klarer Auszahlung.
Die Foulstruktur belohnt Geduld. Ein Angriff darf höchstens 24 Sekunden dauern, im US-College-Basketball sind es 35 Sekunden. Wer nicht wirft, verliert den Ball. Mannschaften spielen damit weniger zerstörerisch als in Fußball und produzieren mehr Abschlüsse – was wiederum die Punkterange erhöht und Über/Unter-Wetten statistisch belastbarer macht.
Diese Mechanik hat eine direkte Konsequenz für die Marge, die ein Buchmacher auf den Markt aufschlägt. Bei einem engen Spiel mit zwei klaren Ausgängen ist die faire Wettquote auf den Favoriten nahe 1,91 (bei 5 Prozent Marge auf beiden Seiten) – genug Spielraum für den Buchmacher, um Verluste in einem offenen Spiel auszugleichen. Die Marge ist also nicht nur Kostenfaktor für den Wettkunden, sondern auch eine Art Versicherung des Buchmachers gegen das Eintreffen ungewöhnlicher Ergebnisse.
Wer in Österreich Basketball-Wetten spielt, sollte sich diese drei Mechaniken bewusst machen. Wer etwa auf eine Gesamtpunktzahl von 180,5 in einem FIBA-Spiel tippt, hat ein anderes Risikoprofil als bei einer NBA-Partie mit 220,5 – kürzere Spielzeit, weniger Punkte, andere Verteilung. Das eine ist nicht „besser“, das andere nicht „schlechter“, aber es ist ein anderes Spiel.
Rechtslage – Bewilligung, Wettgebühr und der Flickenteppich der Länder
Österreich hat kein einheitliches Sportwettenrecht. Das ist für Wettkunden gewöhnungsbedürftig, denn viele Fragen – welche Buchmacher legal sind, welche Limits gelten, welche Wettmärkte erlaubt sind – hängen vom Bundesland ab. Wer in Salzburg wohnt und bei einem Anbieter mit niederösterreichischer Bewilligung spielt, spielt nach einer anderen Rechtsgrundlage als jemand, der in Tirol wohnt.

Sportwetten sind kein Glücksspiel im Bundesrecht
Das wichtigste Detail zuerst: Klassische Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG). Der Verwaltungsgerichtshof hat das in einem Erkenntnis vom 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt. Damit fehlt dem Bund die Zuständigkeit, eine bundesweite Lizenz, ein zentrales Register oder eine nationale Limitsetzung für Sportwetten zu schaffen. Die Aufsicht liegt vollständig bei den Ländern.
Die neun Landgesetze
Jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Bewilligungsbehörde:
- Niederösterreich: NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), zuständig die NÖ Landesregierung. tipp3 nennt eine Bewilligung dieser Behörde aus dem Dezember 2020.
- Wien: Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), zuständig der Magistrat.
- Oberösterreich: Oö. Wettgesetz, zuständig die OÖ Landesregierung.
Die übrigen sechs Bundesländer haben ebenfalls eigene Regelungen. Für den Wettkunden bedeutet das: Welcher Anbieter in welchem Land eine Bewilligung hat, ist nicht aus einer zentralen Liste ablesbar, sondern aus den Angaben des Anbieters und der zuständigen Landesbehörde.
Welche Wetten erlaubt sind
Die Landgesetze schränken das Wettangebot teilweise ein. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf numerische Zwischenstände oder „wer scort als Nächstes“. Welche Regelung in Niederösterreich derzeit für Live-Wetten gilt, ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig abzuleiten. Wetten auf Sportereignisse sind erlaubt, Wetten auf politische Ereignisse oder TV-Shows im Regelfall nicht.
Stake-Caps variieren ebenfalls. Oberösterreich und Niederösterreich nennen 500 € pro Wette, Wien 50 € pro Wette an Terminals ohne Annahmestelle. Für Online-Wetten bei ausländischen Anbietern fehlt eine österreichische Regelung – die Stake-Höhe richtet sich nach den Geschäftsbedingungen des Anbieters.
Die Wettgebühr – 5 Prozent seit April 2025
Seit dem 1. April 2025 unterliegt jeder Einsatz auf Sportwetten einer Wettgebühr von 5 Prozent. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Vorher lag der Satz seit 1. Oktober 2005 bei 2 Prozent.
Wichtig: Die Wettgebühr ist nicht dasselbe wie die Wettsteuer, die in Deutschland erhoben wird. Die österreichische Wettgebühr wird vom Anbieter geschuldet, der die Wette vermittelt. Ob und wie der Anbieter sie an den Wettkunden weitergibt, ist seine Entscheidung. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quote einpreisen oder anders weitergeben.
Was das für den Wettkunden bedeutet: Der Gewinn aus einer Wette fällt um 5 Prozent kleiner aus, wenn der Anbieter die Gebühr aus dem Gewinn zieht. Wer eine Wette mit Einsatz 100 € und Quote 1,90 gewinnt, hat eigentlich 190 € Auszahlung, davon 90 € Nettogewinn. Bei 5 Prozent Gebühr auf den Gewinn bleiben 85,50 € Nettogewinn – 4,50 € weniger als ohne Gebühr. Diese 4,50 € sind die Wettgebühr auf den Gewinn. Auf verlorene Wetten fällt – je nach Anbieter – keine Wettgebühr beim Kunden an.
Die Wettgebühr fällt auch dann an, wenn die Wette bei einem ausländischen Anbieter platziert wird, sofern der Anbieter Wetten aus Österreich vermittelt. Die Entrichtung der Gebühr ist allerdings kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung.
Anbieter ohne österreichische Bewilligung
Die Rechtslage bei ausländischen Anbietern ist nicht abschließend geklärt. Die niederösterreichischen Erläuterungen lassen Anbieter, die ihre Server außerhalb Niederösterreichs betreiben, teilweise außerhalb des NÖ Wettgesetzes. Der Verwaltungsgerichtshof hat am 9. April 2026 für Oberösterreich entschieden, dass der Serverstandort für die Anwendbarkeit des Oö. Wettgesetzes entscheidend ist. Was das für andere Länder und für andere Anbieter bedeutet, ist nicht im Detail geregelt.
Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, kann folgende Punkte nicht erwarten:
- Keine österreichische Bewilligung als Qualitätsnachweis, weil eine solche nicht existiert.
- Keine österreichische Selbstsperre, die über mehrere Anbieter hinweg greift.
- Keine österreichische Beschwerdestelle, an die sich der Wettkunde bei Streit wenden kann.
- Keine Anwendung österreichischer Stake-Caps, da diese an die Landgesetze gebunden sind.
Wer sich bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung selbst sperren will, muss das direkt beim Anbieter tun. Eine parallele Sperre bei mehreren Anbietern muss einzeln eingerichtet werden.
Spielerschutz – was die Anbieter leisten und was nicht
Die österreichischen Landgesetze kennen eine Altersgrenze von 18 Jahren und Selbstsperren pro Anbieter. Ein zentrales Spielersperr-Register für Sportwetten existiert nicht – die im Entwurf stehende Glücksspielreform 2026 sieht ein solches Register nur für GSpG-Glücksspiel (Lotterien, Casinospiele) vor, nicht für Sportwetten.
Wer ein festes Limit will, ist auf das Angebot des einzelnen Anbieters angewiesen. win2day etwa nennt ein Wochenlimit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren und ein Monatslimit von 1.680 € ab 26 Jahren, jeweils auf Antrag individuell erhöhbar. Andere Anbieter handhaben das ähnlich.
Anbieter im Detail – zehn Buchmacher für Basketball-Wetten in Österreich
Die folgende Aufstellung folgt der Reihenfolge der Tabelle und der Forschungsgrundlage: zuerst die Anbieter mit österreichischer Bewilligung, dann die Anbieter ohne. Die Bewertung jedes Anbieters konzentriert sich auf das, was Basketball-Wetten in Österreich kostet – Gebühren, Limits, Cash Out und das, was im konkreten Markt verfügbar ist.
tipp3 – der Anbieter mit NÖ-Bewilligung
tipp3 ist ein österreichischer Anbieter, betrieben von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft mit Sitz in Wien. Die Bewilligung wurde von der NÖ Landesregierung am 10. Dezember 2020 erteilt (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Das ist eine ordentliche Landbewilligung nach dem NÖ Wettgesetz, die in Niederösterreich gilt und für Kunden in anderen Bundesländern je nach dort geltendem Recht relevant ist.
Bei Basketball bietet tipp3 das übliche Programm: Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten auf europäische Top-Ligen und die NBA. Die Wettgebühr behandelt tipp3 nach eigenen Angaben so, dass bei verlorenen Wetten das Haus die Gebühr trägt, bei gewonnenen Wetten 5 Prozent vom Gewinn abgezogen werden. Wer über das Jahr viele kleine Wetten platziert, merkt diesen Abzug weniger als bei wenigen großen Wetten, weil der prozentuale Anteil gleich bleibt, der absolute Betrag aber mit dem Gewinn wächst.
Beim Spielerschutz bietet tipp3 eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten – das Guthaben bleibt auf dem Konto. Wer länger pausieren will, kann eine Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren wählen; in diesem Fall wird das Restguthaben auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt. Beide Sperren sind nach Beginn nicht mehr aufhebbar, was den Mechanismus für Wettkunden mit klarem Ausstiegswunsch praktikabel macht.
Für Basketball-Wetten ist tipp3 eine solide Wahl, wenn man mit den Beschränkungen der NÖ-Bewilligung leben kann. Die Limits pro Wette folgen dem Niederösterreich-Modell. Wer ein größeres Wettvolumen pro Woche spielt, prüft vor der Anmeldung, ob die Limits passen.
win2day – Sportwetten aus der Lotterien-Welt
win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft betrieben. Das ist wichtig, weil die Lotterien-Gesellschaft zwei Bereiche unter einem Dach vereint: das Glücksspiel (Lotterien, Casino) läuft unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession, die Sportwetten unter einer NÖ-Bewilligung nach dem NÖ Wettgesetz. Beide Bereiche sind rechtlich getrennt zu betrachten, auch wenn sie unter derselben Marke firmieren.
Bei den Sportwetten bietet win2day Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Live-Wetten. Die angebotenen Sportarten umfassen Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1 – Basketball ist Teil des erweiterten Angebots, aber nicht in dieser Liste genannt. Wer bei win2day auf Basketball wetten will, sollte vor der Anmeldung das aktuelle Wettprogramm prüfen, weil Basketball nicht zu den Kernsportarten zählt.
Die Limits sind klar geregelt: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag kann das Limit individuell erhöht werden. Gewinne zählen nicht zum Limit – das ist wichtig zu wissen, denn wer ein Glückstag hat, kann durch große Gewinne das Limit nicht überschreiten, und wer Pech hat, ist durch das Verlustlimit (über die Gewinne gegen die Einsätze) gebremst.
Verdikt: win2day ist sinnvoll für Wettkunden, die ohnehin Lotterien oder Casino der österreichischen Lotterien nutzen und Sportwetten als Ergänzung dazu spielen. Für Wettkunden, die primär Basketball wetten wollen, ist das Angebot möglicherweise schmaler als bei spezialisierten Buchmachern.
Merkur Bets – der Neustart unter neuer Marke
Merkur Bets ist seit Juni 2025 der neue Name der österreichischen Sportwetten-Sparte der Merkur Group. Zuvor lief das Angebot als Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien; das Unternehmen wurde 1996 gegründet. Die Marke hat damit eine lange Historie im österreichischen Wettgeschäft und firmiert nun unter einem neuen Namen.
Die Bewilligung in Österreich ist vorhanden, aber das genaue Bundesland und der Bescheid werden vom Anbieter nicht öffentlich genannt. Das bedeutet nicht, dass keine Bewilligung existiert – aber es bedeutet, dass die Überprüfung nur über die zuständige Landesbehörde möglich ist, nicht über die Anbieter-Website.
Merkur Bets bietet eine App für iPhone und iPad, die Live- und Vorab-Wetten, Cashout sowie Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten abdeckt. Zu den Sportarten gehören Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia. Basketball ist also explizit Teil des Angebots, was die Plattform für Basketball-Wettfreunde interessant macht.
Für die Frage, was Basketball bei Merkur Bets kostet, zählen die Standardbedingungen: Wettgebühr, Limits und Quotenformat folgen dem, was der Anbieter festlegt. Da das genaue Limit nicht öffentlich dokumentiert ist, sollte es im eigenen Profil vor der ersten Wette geprüft werden.
Vierklee – der Tiroler Bewilligte
Vierklee trägt seinen Bewilligungsstatus offen: Im Impressum nennt der Anbieter die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Das ist eine Bewilligung nach dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz, einem der neun Landgesetze, mit der die Tiroler Behörde Vierklee als Anbieter zugelassen hat.
Was die Tiroler Bewilligung konkret bedeutet, hängt von den Details des Tiroler Gesetzes ab. Welche Live-Wetten erlaubt sind, welche Limits gelten und welche Wettmärkte zugänglich sind, sollte direkt beim Anbieter oder bei der Tiroler Landesregierung nachgeprüft werden.
Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Wettkunden in Österreich, die einen Anbieter mit transparenter Bewilligungsangabe suchen, finden hier eine klare Quelle: das Impressum des Anbieters. Das ist nicht selbstverständlich, denn viele Anbieter veröffentlichen ihre Bewilligungsdaten nicht in dieser Klarheit.
Starsportwetten – breites Sportangebot
Starsportwetten ist ein Anbieter mit österreichischer Bewilligung, der laut App-Beschreibung Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts abdeckt. Mehr als 200 Fußballligen aus über 80 Ländern und bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat sind ebenfalls Teil des Angebots. Basketball ist also explizit eingeschlossen, was den Anbieter für Basketball-Wettfreunde relevant macht.
Die Betreiberfirma ist die Star Sportwetten GmbH. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat und welcher Bescheid zugrunde liegt, veröffentlicht der Anbieter nicht im Detail. Wer nachprüfen will, muss die zuständige Landesbehörde kontaktieren oder die Anbieter-Website nach einem Bewilligungs-Hinweis durchsuchen.
Für Basketball-Wetten ist Starsportwetten wegen des breiten Live-Angebots eine interessante Option. Wer viele Basketball-Ligen und Live-Events in einer Plattform sucht, findet hier eine breite Auswahl.
Admiral – der Klassiker aus Gumpoldskirchen
Admiral gehört zur Geschichte des österreichischen Sportwetten-Marktes. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen war Teil der Novomatic-Gruppe, wurde von Walter Grubmüller gegründet und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Marke Admiral ist in Österreich fest verankert und steht für ein umfangreiches Wettangebot mit Annahmestellen, die im ganzen Land präsent sind.
Die Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz ist im Profil des Anbieters dokumentiert. Das macht Admiral zu einem Anbieter mit klarer heimischer Bewilligung und einem physischen Vertriebsnetz, das in vielen österreichischen Städten Annahmestellen betreibt – das ist auch heute noch für Wettkunden relevant, die Wetten vor Ort abgeben oder sich beraten lassen wollen.
Für Basketball-Wetten bietet Admiral das Standardprogramm: nationale und internationale Ligen, Siegwetten, Handicaps, Über/Unter, Live-Wetten soweit nach Landrecht erlaubt. Die Quoten und Limits folgen den admiral-typischen Bedingungen.
BankOnBet – ohne österreichische Bewilligung
BankOnBet ist ein Anbieter, der keine österreichische Landbewilligung nachweisen kann. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Anbieter in Österreich verboten ist – die Rechtslage ist, wie im Abschnitt zur Rechtslage erklärt, nicht abschließend geklärt. Es bedeutet aber, dass die österreichischen Schutzregelungen (Selbstsperre, Limits, Streitbeilegung) für BankOnBet nicht greifen.
Was BankOnBet an Basketball-Märkten bietet, ist nicht im Detail aus den verfügbaren Quellen ersichtlich. Die Plattform nennt Cash Out als Funktion für Einzel- und Kombiwetten, auch als Teil-Cash-Out mit weiterlaufendem Restbetrag. Für Wetten mit Freiwette oder Risk-Free-Wette ist Cash Out nach den Bedingungen nicht verfügbar.
Wer bei BankOnBet spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Wettgebühr nach österreichischem Recht auch bei Wetten von österreichischen Kunden erhoben wird, aber nicht automatisch an österreichische Behörden abgeführt wird – das hängt von der Lizenz und der Geschäftspraxis des Anbieters ab. Auch die Limits entsprechen den Regeln des Anbieters, nicht dem österreichischen Landrecht.
Verdikt: BankOnBet ist für Wettkunden interessant, die wissen, was sie tun, und die österreichische Schutzregelungen nicht benötigen. Für Wettkunden, die mit dem österreichischen System Limits und Selbstsperren erwarten, ist der Anbieter nicht die erste Wahl.
Jack – unter Curaçao-Lizenz
Jack wird laut Anbieter von Data Link Digital B.V. betrieben, einer in Curaçao eingetragenen Gesellschaft. Die genannte Lizenznummer (OGL/2024/1562/1139, ausgestellt am 15. Mai 2026) verweist auf eine Lizenz der Curaçao Gaming Authority – eine Lizenz, die in Österreich nicht anerkannt ist und keine österreichische Bewilligung ersetzt.
Die Plattform deckt nach Anbieterangaben Sportwetten und Casino ab. Welche Basketball-Märkte genau angeboten werden, ist aus den verfügbaren Quellen nicht im Detail ersichtlich. Die Quotenformate und Limits folgen den Bedingungen des Anbieters, nicht dem österreichischen Landrecht.
Für österreichische Wettkunden ist Jack ein ausländischer Anbieter. Die Spielsuchtbekämpfung des österreichischen Staates (Spielerschutz, Sperrregister, Limits) gilt für Jack nicht – wer sich bei Jack sperrt, sperrt sich nur dort, nicht bei österreichischen Anbietern. Umgekehrt gilt das auch: Eine Sperre bei einem österreichischen Anbieter sperrt Jack nicht. Wer zwischen österreichischen Anbietern und Jack wechselt, sollte diese Asymmetrie kennen.
Verdikt: Jack ist eine Plattform für Wettkunden, die bewusst außerhalb des österreichischen Rahmens spielen wollen. Der breitere Markt und die oft höheren Limits sind ein Vorteil für manche, der fehlende österreichische Schutzrahmen ein Nachteil für andere.
N1 Bet – SoftSwiss-Sportwetten ohne heimische Lizenz
N1 Bet läuft laut Anbieterangaben auf dem Modul SoftSwiss Sportsbook. Das Projekt wurde 2021 als Sportwetten-Plattform der N1 Group vorgestellt und deckt nach Anbieterangaben mehr als 10.000 Live-Ereignisse in über 70 Sportarten ab, mit mehr als 1.200 Wettmärkten und fünf Quotenformaten.
Was das für Basketball bedeutet: Eine breite Auswahl an Basketball-Ligen und Live-Events ist plausibel, auch wenn die verfügbaren Quellen keine spezifische Liste der Basketball-Ligen nennen. Die Plattform bietet drei Arten von Freebets und mehrere Quotenformate – das deutet auf ein internationales Angebot hin, das sich an Wettkunden aus vielen Ländern richtet.
Auch N1 Bet hat keine österreichische Bewilligung. Die Lizenz, die der Anbieter nennt, ist nach den verfügbaren Quellen eine Curaçao-Lizenz. Für österreichische Wettkunden gelten die gleichen Caveats wie bei Jack: keine österreichische Selbstsperre, keine österreichischen Limits, keine österreichische Beschwerdestelle.
IviBet – ausländischer Anbieter mit Fußball-Fokus
IviBet bewirbt nach Anbieterangaben eine Sport-Aktion „Football Cashback“ mit 5 Prozent Cashback auf alle Fußballwetten jede Woche. Basketball ist in dieser Aktion nicht genannt, was nicht heißt, dass die Plattform keine Basketball-Wetten anbietet – aber es bedeutet, dass die Fußball-Aktion nicht auf Basketball übertragbar ist.
Welche Lizenz IviBet konkret nennt, ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig hervorgehoben. Es gibt keine erkennbare österreichische Landbewilligung; eine in den Anbietertexten erwähnte Lizenz ist keine österreichische Bewilligung. Auch hier ist die Rechtslage bei Wetten aus Österreich nicht abschließend geklärt.
Verdikt: IviBet ist eine Plattform für Wettkunden mit internationaler Ausrichtung. Für reine Basketball-Wetten aus Österreich ist das Angebot möglicherweise schmaler als bei spezialisierten Anbietern mit heimischer Bewilligung.
Was Basketball-Wetten kostet – ein Rechenbeispiel zur Marge
Jede Wettquote enthält eine Marge des Buchmachers. Wer das versteht, versteht, warum zwei Wettanbieter auf dasselbe Ereignis unterschiedliche Quoten anbieten können, ohne dass einer von beiden falsch liegt. Was die Marge konkret bedeutet, zeigt das folgende Rechenbeispiel.
Nehmen wir einen vereinfachten Zweiwege-Markt: Quote 1,90 auf jede Seite. Aus Sicht eines Buchmachers ohne Marge wäre die faire Wettquote 2,00 auf jede Seite – wer 10 € auf eine Seite setzt, bekommt bei Gewinn 20 € zurück, der Nettogewinn beträgt 10 €, was dem Einsatz der anderen Seite entspricht. Buchmacher A ohne Marge würde auf Dauer weder gewinnen noch verlieren.
Mit Marge sieht die Rechnung anders aus. Die Auszahlungsquote – der Anteil des Einsatzes, den der Markt im statistischen Mittel zurückzahlt – berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten:
1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90) = 1 geteilt durch 1,0526 ≈ 0,95
Die Auszahlungsquote liegt also bei rund 95 Prozent. Die Marge ist 100 Prozent minus 95 Prozent, also etwa 5 Prozent. Das heißt: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Buchmacher im statistischen Mittel 5 Cent ein, 95 Cent werden als Gewinne ausgeschüttet.
Wirklich 5 Prozent? Es ist eine Faustregel mit Bandbreite. Bei exakten Quoten von 1,90/1,90 liegt die Marge je nach Rundung der Dezimalstellen zwischen 4,75 Prozent und 5,26 Prozent. Wer es genau wissen will, rechnet mit den tatsächlichen Quoten des Buchmachers nach. Wer eine grobe Orientierung sucht, hat mit der Faustregel ein brauchbares Werkzeug.
Was diese Marge für eine konkrete Wette bedeutet: Wer 100 € bei Quote 1,90 setzt und gewinnt, erhält 190 € brutto zurück. Davon sind 90 € Nettogewinn. Der Buchmacher hat im Schnitt 5 Prozent aller Einsätze als Marge eingezogen – das sind nicht 5 Prozent dieser einen Wette, sondern 5 Prozent über alle Wetten auf diesen Markt. Wer also 100 Wetten zu je 100 € bei 5 Prozent Marge platziert, gibt 10.000 € Einsatz aus und erhält im statistischen Mittel 9.500 € zurück. 500 € sind die Marge des Buchmachers – die einkalkulierte Kostenposition des Wettkunden, die bei jeder einzelnen Wette nicht sichtbar ist, über die Summe vieler Wetten aber zur Realität wird.
Die Marge ist im Übrigen nicht auf Basketball beschränkt: jedes Sportereignis hat seine eigenen Margen, oft zwischen 3 und 8 Prozent, je nach Beliebtheit und Verfügbarkeit von Daten. NBA-Partien haben typischerweise niedrigere Margen als kleine europäische Ligen. Die Über/Unter-Linien bei basketball haben oft etwas höhere Margen, weil sie schwerer zu berechnen sind.
Häufige Fragen zu Basketball-Wetten in Österreich
Wie funktioniert eine Handicap-Wette im Basketball?
Bei einer Handicap-Wette wird der Favorit künstlich benachteiligt, der Außenseiter künstlich begünstigt – zum Beispiel bekommt der Favorit –6,5 Punkte Vorsprung abgezogen, der Außenseit erhält 6,5 Punkte dazu. Gewinnt der Favorit trotz Abzug mit mehr als 6,5 Punkten, gewinnt die Wette auf ihn; liegt das Ergebnis nach Abzug auf Seiten des Außenseiters, gewinnt die Wette auf ihn. Die Auszahlung bleibt Einsatz mal Quote, wobei die Quote bei Handicap-Wetten meist höher liegt als bei einer reinen Siegwette.
Zählt die Verlängerung bei Über/Unter-Wetten im Basketball zur Spielzeit?
Ja. Bei Gleichstand nach dem vierten Viertel folgt nach den FIBA-Regeln eine Verlängerung von fünf Minuten, die so lange wiederholt wird, bis ein Sieger feststeht. Alle während der Verlängerung erzählten Punkte zählen zur Gesamtpunktzahl der Partie und damit zum Über/Unter-Markt. Eine Wette auf „Über 210,5“ ist also erst nach dem Ende der gesamten Partie – einschließlich möglicher Verlängerungen – entschieden.
Worin unterscheiden sich NBA- und FIBA-Spielzeit für Wetten auf die Gesamtpunkte?
Die NBA spielt vier Viertel zu je 12 Minuten, also 48 Minuten reguläre Spielzeit. FIBA-Wettbewerbe spielen vier Viertel zu je 10 Minuten, also 40 Minuten. Hinzu kommen andere Drei-Punkte-Linien (NBA 7,24 Meter, FIBA 6,75 Meter), andere Angriffszeiten und teilweise andere Regeln zu Auszeiten und Fouls. In der Praxis führt das zu höheren Gesamtpunktzahlen in NBA-Partien – die typische Über/Unter-Linie liegt in der NBA bei etwa 220 bis 230 Punkten, in FIBA-Wettbewerben bei etwa 160 bis 180.
Gelten für Live-Wetten auf Basketball in jedem Bundesland dieselben Grenzen?
Nein. Die Landgesetze unterscheiden sich. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf numerische Zwischenstände oder „wer scort als Nächstes“. Welche Regelung in Niederösterreich aktuell gilt, ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig abzuleiten. Auch die Einsatzlimits variieren: Oberösterreich und Niederösterreich nennen 500 € pro Wette, Wien 50 € pro Wette an Terminals ohne Annahmestelle.
Was ist eine Marge, und wie wirkt sie sich auf die Quoten bei Basketball aus?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher im Durchschnitt von jedem gesetzten Euro einbehält. Sie berechnet sich aus den Quoten aller Ausgänge eines Marktes: 1 minus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten. Beispiel: Bei zwei Quoten von 1,90/1,90 liegt die Marge bei rund 5 Prozent. Wer 100 Wetten zu 100 € platziert, gibt 10.000 € Einsatz aus und erhält im Schnitt 9.500 € zurück – 500 € sind die Marge des Buchmachers.
Wer trägt die Wettgebühr von 5 Prozent in Österreich?
Die Wettgebühr wird vom Anbieter geschuldet, der die Wette vermittelt. Ob und wie er sie an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. tipp3 etwa gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent vom Gewinn abzuziehen. Wer eine Wette mit Einsatz 100 € und Quote 1,90 gewinnt, erhält damit 190 € Auszahlung, davon 85,50 € Nettogewinn statt 90 €. Auf verlorene Wetten fällt – je nach Anbieter – keine Wettgebühr beim Kunden an.
Dieser Beitrag wurde vom Team von Cashout Wetten Hub erstellt.
